Unsere heimische Band Sauerkirsch war am 12. + 13.4.2013 wieder zu ihren legendären Unplugged Konzerten in Staudach Hier gehts zur Info Seite v. Sauerkirsch
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Traunsteiner Tagblatt ; Fotos : Alex Welte

Sauerkirsch-Unplugged im Doppelpack
2 Konzerte an einem Wochenende im Gasthof Mühlwinkl


Was soll er auch machen, der Musiker, der ein paar Minuten vor seinem Auftritt gefragt wird, ob er ein Konzert geben will. Er sagt schnell „Ja, passt scho“.
Aus diesem „Ja, passt schon“ vor ca. acht Jahren wurde ein traditionelles Konzert, ein Licht welches alle zwei Jahre im Doppelpack (jeweils Freitag und Samstag) auf der Staudacher Musikbühne im Gasthof Mühlwinkl leuchtend hell erstrahlt.
Sauerkirsch gibt sich die Ehre.

Die Band von Martin Wilhelm, seit nunmehr 34 (!) Jahren auf den Bühnen des Chiemgaus und darüber hinaus aktiv, ist ein Garantieschein für gute Unterhaltung. Dies gilt im doppelten Sinne. Bayrische Humorigkeit einerseits und musikalischer Genuss andererseits.
Sie lassen es krachen die Jungs, nicht nur alljährlich am 23.12. in Übersee, sondern eben auch bei Alex Welte auf der Musikbühne. Vornehmlich heißt das Motto zwar „unplugged“, aber irgendwie mag es bei neun Akteuren nicht gelingen, nur ruhige „unverstärkte“ Töne anzubieten. So geht die Show rasant ihren Weg.
„Maschtei“ Martin bedankt sich artig für den Begrüßungs-Applaus, stellt aber unmissverständlich fest, dass dieser berechtigt war, weil das kurze bayrische Volksmusikintro seiner Meinung nach ohnehin die beste Nummer des Abends war.

Es geht temporeich mit „Die große Welt“, „Massa Toni“ und dem quirligen „Annamirl“ voran. Alle Musiker in bester Spiellaune. Die Band wird nicht nur von Martin Wilhelm vorwärts getrieben, auch die drei Bläser (Josef Lechner, Peter Lechner, Franz Pichl) peitschen ordentlich mit. Am Piano, der Mann mit der glitzernden Jacke, Markus Reiter. Unterstützung erhalten alle vom Lead Gitarristen Georg Meier und Thomas Gartner, dem besten Freund von Frontmann Wilhelm. Auch Peter Janotta am Schlagzeug und Peter Lechner am Bass sind unverzichtbarer charismatischer Bestandteil der Band, die in kernigem bairisch wunderbare Songs kredenzt.
So mag es nicht verwundern wenn die Hymnen „Busserl“ (Textpassage: „I gib dir heit koa Busserl, weil Du nasenbohrst...“) oder „Mit der Latten auf der Matten“ sowohl für schmunzelnde Gesichter als auch begeisterten Applaus sorgten.

Meister Wilhelm an beiden Konzerttagen in bester Laune und eloquent wie eh und jeh. Immer wieder werden Geschichten eingestreut. Der Kabarett Anteil ist kein geringer, dennoch gilt: es sind alles echte und vor allem gute Lacher, die Wilhelm aus dem Publikum herauskitzelt und die gute Laune ist ein dankbares Fundament für die guten Lieder, die geboten werden. Langeweile hat keiner im Saal. Auch die Band scheint an beiden Spieltagen nicht aufhören zu wollen, erst nach Mitternacht verklingen die letzten Noten und die Balladen wie „Mörder“ oder „De Sonn“. Zuvor galt der Applaus noch frenetisch, als Elvis sich die Ehre gab, frisch dem Grassauer Seniorenstift entstiegen. „Blue Suede Shoes“ und andere Gassenhauer sorgten für hohes Tempo, die Maskerade für einen hohen Wiedererkennungswert.

Alles in allem, ein wahrhaft rundes Konzert, aus der Spontanität geboren, mit einem unüberlegten „passt scho“ besiegelt und eine Traditionsveranstaltung der besonderen Art, die im Chiemgau ihresgleichen sucht.
© Udo Kewitsch, 20.04.13


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2. Bericht , Gemeindeblatt Marquartstein + Staudach-Egerndach , 18.4.2013 finden sie Hier