2 x Mojo Blues Band Konzert am 24. + 25.10.2014
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Traunsteiner Tagblatt :5.11.2014
Text :*** © Udo Kewitsch,
Fotos : Alex Welte

Vollblutmusiker gaben Vollgas
Mojo Blues Band gaben authentisches Konzert auf der Staudacher Musikbühne


Preisfrage: Chicago Blues, R&B und Country Blues in einem Atemzug mit Wiener Schmäh – gibt es das?
Es gibt. Seit nunmehr, aufgemerkt, 37 (!) Jahren spielt die Mojo Blues Band ihr stetig wachsendes Repertoire auf den Bühnen dieser Welt
.

Dabei verschmelzen der verträumte Blues mit R&B Elementen, kommen Country Passagen zwangsweise bei der charmant verschmitzten Anmoderationmit dem berühmten Wiener Schmäh in Verbindung.
Der Erfolg der Band bestätigt das Rezept. Zweimal ausverkauftes Haus in Staudach-Egerndach, eine überaus treue Fangemeinde, die auch die weiteste Anreise nicht scheut.


Bandleader und Sänger Erik Trauner ist der Kopf der Truppe, seine Gitarre überaus souverän und die Sammlung seine Mundharmonikas eindrucksvoll. Nicht weniger charismatisch und mit allen Noten gewaschen, der Gitarrist Siggi Fassl. An den schwarz weißen Tasten spielt der sympathische Charlie Furthner und der Kontrabass reagiert sehr sensibel auf die Bewegungen von Herfried Knapp. An den Drums der kleine Didi Mattersberger, der jedoch bei jedem seiner Auftritte groß aufspielt.

Die neue CD „Walk the Bridge“ im Gepäck galt es also im vollbesetzten Gasthof Mühlwinkl einmal mehr die Balken zum Biegen zu bringen.
Gelang der Mojo Blues Band damals, 1996, beim allerersten Konzert in Staudach eine gelungene Premiere, so war auch 2014 nichts von der Dynamik verloren gegangen. Spielfreude pur. Spätestens als Erik Trauner den Dank an Veranstalter Alex Welte und das Publikum richtet und hinzufügt „es ist eh a riesengroßes G´schenk, das mir des tun dürfen, was uns Spaß macht“ wird klar: hier stehen Vollblutmusiker auf der Bühne.

Die Songs wie aus einem Guß, manches Mal fährt die Dampflokomotive mit „Black Train“ und manchmal wird es melancholisch „I feel like going home“. Immer jedoch ist es auf allerhöchstem Niveau, was die Herren aus Austria da präsentieren. J
eder erhält den Raum für sein persönliches Solo, dass sich dennoch harmonisch in die Songs einfügt.
Das der Taxifahrer aus Chicago bei seiner Frage nach dem Namen der Band entsetzt „No Job Blues Band, you re crazy guys ???“ antwortet,scheint der Tatsachegeschuldet, dass Trauner mittlerweile genauso perfekt amerikanisch nuschelt, wie die Jungs im tiefsten New Orleans.  Insgesamt ein herrlich runder Abend, musikalisch auf höchster Ebene, stilecht, ohne Schnörkel und vor allem eines: authentisch. Und wenn etwas authentisch ist, dann passt es natürlich zweifelsfrei zusammen, wenn der Chicago Blues, Wiener Schmäh und Country Blues mit R&B vermengt wird. Gar keine Frage.

Dass dann auch noch der Überraschungsgast an beiden Tagen, der junge Siegsdorfer Gitarrist Michael Sedlatschek, sich nach der Pause mit 3 Lieder gekonnt harmonisch einfügt, erstaunte nicht nur die Gäste im Saal, sondern auch die Wiener Musiker, mit welcher Leichtigkeit und Können er seine Solos in die Mojo Songs spielte. Erik Trauner meinten selten einen so jungen Musiker erlebt zu haben, der bereits die Fähigkeiten eines Routiniers hat. Mit tobenden Beifall honorierten die Fans sein Gitarrenspiel.

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