Hier finden sie aktuelle Fotos und Berichte von den letzten drei Konzerten
in Staudach oder auf dem Chiemsee, danach wandern sie auf die jeweilige Künstlerseite.
Mehr Fotos von allen Konzerten findet man auch unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne

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Traunsteiner Tagblatt : 2.2.2018
Text : Reiner Strasser 
Fotos : Alex Welte

Drei "Seelenverwandte"
auf der Bühne

Eindrucksvoll und elegant, "The Boogiesoulmates" eröffneten Konzertreigen in Staudach

Temporeichen Boogie-Woogie durften zahlreiche Blues- und Boogie-Freunde erwarten, die sich bereits lange vor Konzertbeginn im Gasthaus Mühlwinkl die besten Plätze sicherten. Die Veranstalter der Staudacher Musikbühne, Welte & Janotta, kredenzten zum Auftakt des Veranstaltungs- jahres ein ganz besonderes Schmankerl.

Die Gruppe „The Boogiesoulmates“, drei „Seelenverwandte“ mit der charismatischen Sängerin Alicia Emmi Berg, die mit ihrer ruhigen und klaren Stimme, mit ihrer Ausstrahlung und Eleganz die Zuhörer vom ersten Augenblick an für sich einnahm. Für fast drei Stunden beste Unterhaltung sorgte neben Schlagzeuger Andreas Bock noch Pianist Niels von der Leyen. Wem diese Namen bekannt vorkommen sollten, beide Musiker durften bereits vor einigen Jahren beim Boogie-on-the-sea-Festival auf dem Chiemsee ihre Klasse unter Beweis stellen. Die Boogiesoulmates, seit etwa fünf Jahren in dieser Besetzung zusammen, haben sich ganz dem Boogie und Rhythm & Blues verschrieben und gehören mittlerweile zu den gefragtesten Bands dieses Genres.

Selten gespieltes Musikgut aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, überwiegend aus dem Land jenseits des Atlantiks, konnte die Band auf ihre ganz spezielle Art vermitteln.

Beim „Backdoor Santa“, einer weiblichen Version des Weihnachtsmannes, wie Alicia Emmi Berg augenzwinkernd ein Lied ihrer aktuellen Weihnachts-CD erklärte, dem „Mambo Baby“ oder „Bring it home to me“ im Duett mit Andreas Bock, stellte sie ihre beeindruckende Stimme unter Beweis.
Mit einer Leichtigkeit kündigte sie ihre Songs an, zelebrierte ihr Programm, spielte mit dem Publikum. Hier saß jede Bewegung, jeder Blick, jede Pointe. Selbst die kulinarischen Genüsse der Wirtschaft bedachte sie mit ihrer liebenswürdigen Art.

Andreas Bock und Niels von der Leyen konnten auch als Duo voll überzeugen, insbesondere wenn die Sängerin ihrer Stimme eine kurze Pause gönnte und die Bühne ihren Begleitern überließ.Die Hektik eines Großstadt Feierabendverkehrs ließen die beiden Herren in ihrer über zehnminütigen „RushHour“ aufleben, einem mit flinken Flitzefingern von dem hierzulande wohl schnellsten Boogie-Pianisten im Expresstempo gehämmerten Boogie-Woogie und einem „Andreas-Bock-Spezial-Schlagzeugsolo“ mit eingebauter „Luftnummer“.
Besonderen Beifall fand auch der Klassiker „Boogie-Woogie Stomp“ vom Boogie-Altmeister Albert Ammons, so leidenschaftlich getrommelt, dass sogar ein Mikrofon-Ständer kurz in Versuchung geriet, sich ehrfurchtsvoll zu verneigen. Das eindrucksvolle Gastspiel der „Boogiesoulmates“ war gefühlt viel zu kurz, das Publikum forderte mit kräftigem Applaus verständlicherweise noch mehr und wurde mit weiteren Zugaben belohnt, bevor sich Alicia Emmi Berg mit Andreas Bock und Niels von der Leyen aus Staudach-Egerndach verabschiedeten.

Meinung zum Konzert :

War das ein toller Abend gestern, den Du für uns alle organisiert hast, die BOOGIESOULMATES waren so gut! Wir haben ja schon viele Konzerte auf „Deiner“ Musikbühne gehört und gesehen, aber das gestern war wohl eines der Besten – und der Meinung sind nicht nur wir und unsere Begleiter, das hörten wir auch von vielen anderen Konzertbesuchern. Ganz begeistert und beschwingt sind wir dann heimgefahren und werden in Gedanken noch lange davon „zehren“ . Das kann man nur bewundern, wie Du solch tolle Musik-Gruppen immer wieder nach Staudach holst, unvergleichbar. Da können wir uns nur wünschen, daß Du weiterhin
solch „Überraschungen“ für Dein Publikum bereit hältst und auch, daß Du die Boogie-Soul-Mates  wieder mal für uns auf die Bühne bringst!
Danke für diesen besonderen Abend

(
Elisabeth und Franz)
Mehr Fotos vom Boogiesoulmates Konzerte findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Presse Bericht
Traunsteiner Tagblatt 4.11.2017
von Maria Ortner


Chiemgau Zeitung: 27.10.2017
Text: Klaus Bovers
Fotos : Alex Welte

Blues aus Wien in Bayerns tiefem Süden

Christian Dozzler Blues Society gastierte im Gasthof Mühlwinkl

Das war ein besonderes Bühnentreffen im Staudacher Mühlwinkl: Der Wiener Blues-Gigant Christian Dozzler aus Texas (Piano, Mundharmonika und Akkordeon) trat mit der ehemaligen Rhythmusgruppe der Mojo Blues Band auf, dem Schlagzeuger Peter Müller und dem Bassisten Dani Gugholz; komplettiert wurde die Blues-Society durch den Gitarristen Hannes Kasehs.
In Deutschland haben die vier in der Zusammenstellung nur diesen einen Auftritt; klar ist, dass sie sich seit Jahren kennen und gemeinsam üben brauchen sie schon lange nicht mehr. „Ich fange an und die Burschen steigen einfach ein, es ist ein Vergnügen mit denen!“ schwärmt Christian Dozzler.

„Keep on Running“ war eine der ersten Blues-Nummern des Konzerts, schnell, hart, zielsicher, die Transmission mit dem Publikum sprang sofort an. „Mach weiter!“ hieß die Botschaft. Bisher hat Alex Welte als Veranstalter gerne mal mit dem Motto „Irgendwann hör ich auf“ kokettiert, doch das glaubt ihm nach diesem Abend eh keiner mehr. Auch ein Beweis: Sein Plakat mit fünf allerfeinsten Konzertterminen für die Blues-Freunde im kommenden Jahr.

Der Abend mit den vier grandiosen Musikern wurde eine Reise von New Orleans über Chicago bis Luisiana, der Blues gab dabei den Ton an, dazwischen Souliges und etwas Zydeco, beim Boogie dann wirbelten die Hämmer am offenen Piano und der proppenvolle Saal geriet in Bewegung. Der musikalische Leader war ganz klar Christian Dozzler, ob Piano, Mundharmonika oder Akkordeon. Die drei anderen vom „Blues-Veteranentreffen“ (Zitat Dozzler) arbeiteten ihm mit Lust zu und spielten dabei so souverän konzentriert und ohne Faxen, dass es eine Freude war, sie zu beobachten. Die können es einfach! Schöne heisere Blues-Stimmen haben sie alle, bis auf den Schlagzeuger, der gab dafür den heiteren Strahlemann.

Mehr Fotos von den Dozzler Konzert findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt: 19.4.2017
Text : .*** © Udo Kewitsch, 11.04.17
Fotos : Alex Welte

Herzblutmusiker und ein Stargast
Sauerkirsch begeisterte beim Doppelkonzert im Staudacher Mühlwinkl
Es muss einmal gesagt werden, und in diesem Fall sind deutliche Worte angebracht. Klartext. Man kann es drehen und wenden wie man will. Martin Wilhelm, der Frontmann der berühmten Band Sauerkirsch ist eine – verzeihen Sie mir das übel klingende, aber wohlgemeinte Vokabular - „Rampensau“. Er singt, er spielt, er fabuliert, er scherzt, er steigert sich in seine Rolle(n) rein – mit Leidenschaft und Herzblut. Unglaublich.

So vermag es  nicht zu überraschen, dass die regelmäßig wiederkehrenden, nunmehr schon legendären, Unplugged Konzerte in Staudach Mühlwinkl auch dieses Mal (ohne Werbemaßnahmen) wieder restlos ausverkauft waren. Zwei davon gab es am vergangenen Wochenende.

Zweimal Unplugged, zweimal Show und Entertainment made im Chiemgau. Zweimal große Begeisterung.

Die „Sauerkirschen“ waren vollzählig. Nicht weniger als neun Mann sitzen mittig im Saal. Drei Bläser, ein Klavier, ein Schlagzeug, zwei Gitarren, ein Bass und eben dieser Rampen-Martin. Raus ins Licht, rein ins Gewühl.

Entertainment ist ein großes Wort – hier hat es einen festen Platz.„Maschtei“ Wilhelm ganz groß. Als Moderator, als Kabarettist, als Sänger, als Parodie, als Gitarrist. Aber auch die Band ist nach über drei Jahrzehnten Bühnenerfahrung eine Bank. Josef und Peter Lechner an den goldenen Instrumenten ebenso wie Franz Pichl. Georg Meier und Thomas Gartner an den Gitarren unterstützen sowohl die Bläser als auch das Klavier von Markus Reiter wirkungsvoll. Der richtige Wumm kommt an den Drums von Peter Janotta.

Wenn Sauerkirsch spielt ist es stimmig und über jeden Zweifel erhaben. Die Tatsache, dass die gesamt Band bei so manch gelungenem Joke von Martin Wilhelm herzhaft und schallend lachen kann, zeigt eindrucksvoll, dass hier kein Routineprogramm gespielt, sondern Improvisation groß geschrieben wird. That´s Entertainment.

Die Sauerkirsch Hits sind im Landkreis wohlbekannt. „So lang die Leber lebt“, „Mama hod gsogt“ in der bayrischen Lenny Kravitz Version oder, mein ganz persönlicher Favorit „Mit der Latten auf der Matten“ sind Gassenhauer und sturmerprobt. Es ist die Mischung aus guten bayrischen Texten, eingehenden Kompositionen und erstklassigem Sound, der den Sauerkirsch Wert ausmacht.

Traditionsgemäß wurde nach kurze Pause im zweiten Set dann auch wieder ein Stargast begrüßt. Sorgte in den Vorjahren eine gelungene Parodie von Elvis für stete Heiterkeit war es diesmal kein geringerer als Tom Jones, der sich die Ehre gab. Martin Wilhelm in seiner Paraderolle – sowohl stimmlich als auch charismatisch überzeugte der Musiker auf ganzer Linie.

Chapeau, der kann´s.
Kurzum: Sauerkirsch unpluggeg ist großes Kino, musikalisch als auch kulturell. Herzblut Musiker, toller Sound und eine oversized Show, die man hier im Chiemgau nicht alle Tage sieht. Gehört ins Rampenlicht.

*** © Udo Kewitsch, 11.04.17Zeichen 2856, Zeilen 45***

Hier der Bericht von Reiner Strasser im Marquartsteiner-Staudach-Egerndacher Gemeindeblatt

 

Mehr Fotos von den Sauerkirsch-unplugged Konzerten findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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