Hier finden sie aktuelle Fotos und Berichte von den letzten drei Konzerten
in Staudach oder auf dem Chiemsee, danach wandern sie auf die jeweilige Künstlerseite.
Mehr Fotos von allen Konzerten findet man auch unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne

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Traunsteiner Tagblatt:
Text: Reiner Strasser
Fotos: Alex Welte

Paul Lamb and the King Snakes heizten am 6.4.2019 dem Publikum der Staudacher Musikbühne mächtig ein.

Eigentlich begann das Konzert im vollbesetzten Saal des Gasthaus Mühlwinkl ungewöhnlich ruhig. Mit der Mundharmonika einen gemächlichen Blues anstimmend, drängte sich der englische Sänger und Bluesharpspieler Paul Lamb durch die Stuhlreihen der Zuhörer vor zur Bühne.

Dort kamen nach und nach Chad Strentz (Gesang und Gitarre), Ryan Lamb (Gitarre), Bassist Rod Demick und Schlagzeuger Mike Thorne hinzu, um mit einem furiosen Crescendo dieses Stück zu beenden.

Paul Lamb erzählte aus seiner englischen Heimat Newcastle, wo sein nachfolgend angekündigter Song „Hole in the Wall“ entstand. Bei diesem Stück gab´s für die Zuhörer ordentlich was auf die Ohren. Selbst bei der eher gemäßigten Soul-Nummer „Hold on me“ vertrieb der dröhnende Sound einige der Gäste von den vorderen Sitzplätzen.

Ihrer Professionalität war es sicherlich geschuldet, dass die Band indessen ihr Konzert programmgemäß weiterführte.

Trotz allem gilt Paul Lamb als einer der besten Bluesharpspieler Großbritanniens. Dies bewies er auch eindrucksvoll im zweiten Set, nach dem die Verstärkeranlage und jetzt vor allem auch die Verstärker der Musiker auf der Bühne, auf moderates Niveau abgestimmt war.

Bei seinem Solo blies er die Harp, zugleich konnte er nebenbei in kurzen Sequenzen noch dazu singen. Dieses „Kunststück“ dürften wohl nur wenige Musiker mit einer Mundharmonika beherrschen. In knapp vier Jahrzehnten seiner Karriere wurde er für seine Werke mit unzähligen Preisen und Auszeichnungen dekoriert, produzierte eine enorme Anzahl an Alben in seinem typischen Mix aus amerikanischem Chicago-Blues, Rhythm & Blues und britischen Blues-Rock. Seine musikalischen Erfolge sind in der London „Hall of Fame“ verzeichnet.

Paul Lamb´s langjähriger Begleiter Chad Strentz gab mit seiner bemerkenswerten Stimme dem eindringlich gespielten Blues-Klassiker von Guitar Slim „Things that I used to do“ seinen eigenen, gewichtigen Charakter.

Das angenehm dezente Schlagwerk von Mike Thorne sowie der unaufdringliche Bass von Rod Demick ließen das Publikum wieder versöhnlich applaudieren.

Als gegen Ende des Konzerts dann Paul mit der Harp wieder durch den Saal zog, begleitet mit teilweisen Improvisationen von Sohn Ryan an der Gitarre, waren die Zuhörer wieder vollauf zufrieden. Nach dem knapp zweistündigen Auftritt verabschiedeten sich Paul Lamb & The King Snakes mit einer letzten Zugabe, einem Bluesharp-Solo, von der Staudacher Musikbühne.

RS

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Traunsteiner Tagblatt : 1.2.2019
Text : Reioner Strasser
Fotos: Alex Welte

Boogie-Woogie mit dem „Daniel Ecklbauer Trio“ mit einem Über- raschungs Gast auf der Staudacher Musikbühne

Eine Musik-Stilrichtung, die in den 1920er Jahren in den USA entstanden ist und Mitte der 1950er Jahre auch in Europa und Deutschland begeisterte Anhänger fand, diese Musik ist heute aktueller denn je. So haben sich seit vielen Jahren unzählige Musiker im deutschsprachigen Raum dieser mitreißenden Musik gewidmet, die spontan zum Tanzen anregt.
Einer dieser Künstler, Daniel Ecklbauer (Piano und Gesang) aus unserem Nachbarland Österreich, hat sich mit Leib und Seele dem Boogie-Woogie verschrieben. Sein Pianospiel, dynamisch und dominierend, ließen das Schlagwerk von Silvio Berger und den dezenten Kontrabass von Peter Strutzenberger nur als Begleitung zu.

Die Altmeister des Boogie-Woogie, Albert Ammons, Pinetop Smith, Meade Lux Lewis und Pete Johnson, um nur einige zu nennen, sind die musikalischen Vorbilder von Daniel Ecklbauer.
Auch Anleihen am Chicago-Blues sind ihm nicht fremd, wie er mit seinem „I´m a Bad Boy“ demonstrierte oder den „Blue Suede Shoes“, einem Rock´n´Roll-Klassiker von Carl Perkins.

Als Überraschungsgast kündigte Ecklbauer eine junge Künstlerin aus Tirol an, die, wie er augenzwinkernd eingestand, „in wenigen Jahren das geschafft hat, wozu er fünfundzwanzig Jahre gebraucht hat“.
Katharina „Kathi“ Alber, der die Musik bereits mit in die Wiege gelegt wurde und mit fünf Jahren klassischen Klavierunterricht an der Musikschule bekam, organisiert seit einigen Jahren ihr eigenes Boogie-Festival. Ihre Liebe zum Boogie-Woogie wurde vor allem als Enkelin des Innsbrucker Jazzpianisten Artur Rogger geweckt.
So nahm sie kurzerhand auf dem angebotenen Klavierhocker Platz und trieb einige Boogie-Woogie-Klassiker kraftvoll durch den Saal des Gasthofs Mühlwinkl. Viel Applaus gab es dann, als sie gemeinsam mit Daniel Ecklbauer vierhändig das E-Piano bearbeiteten.
Mit „Hello Josephine“ in einer „Spezial-Boogie-Version“ mit eingebautem E-BassSolo von Peter Strutzenberger und „Whole Lotta Shakin’ Goin’ On“ von Jerry Lee Lewis, wurde im zweiten Set gleich einmal die Taktfrequenz erhöht.

Viele Paare ließen sich davon ermutigen und versuchten mehr oder weniger gekonnt, die Musik in tanzbare Bewegungen umzusetzen. Die Stimmung erreichte hier gegen Ende des erfreulich langen Konzerts den Höhepunkt.
Wie nicht anders zu erwarten, forderte das begeisterte Publikum mehrere Zugaben, die wunschgemäß prompt erfüllt wurden. Daniel Ecklbauer bat daher Kathi Alber noch einmal auf die Bühne.
„Die Tasten gehören ausgenutzt, darum spielen wir wieder vierhändig“, so sein Kommentar und damit verabschiedeten sich die beiden mit Silvio Berger und Peter Strutzenberger bestens gelaunt vom Staudacher Publikum.
Mehr Fotos vom Daniel Ecklbauer Trio & Kathi Alber Konzerten findet man unter Google :
Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt :
Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

 

Die MOJO BLUES BAND – wieder zweimal live auf der Staudacher Musikbühne

Eigentlich wusste niemand so genau, wie oft die MOJO BLUES BAND bereits ein Gastspielin Staudach-Egerndach gab, mit Ausnahme natürlich von Alexander Welte, der vor genau 22Jahren mit dieser Band die Staudacher Musikbühne begründete.

Vor allem die treuen Fans derBand, sowie ein mittlerweile beachtliches Stammpublikum, drängten sich lange vor Konzertbeginn in den ausverkauften Saal des Gasthof Mühlwinkl. Auch diesmal setzten die Veranstalter Welte & Janotta auf ein Doppelkonzert des Wiener Quintetts.

„Wir spielen was wir wollen, wir haben kein Programm“, verkündete Sänger, Gitarrist und Bluesharpspieler Erik Trauner, der wie kein zweiter deutschsprachiger Musiker so mit demBlues verwurzelt ist.

Immer wieder wusste er, als gut gelaunter Entertainer mit einergehörigen Prise „Wiener Schmäh“, mit neuen Anekdoten über sich, seine Band und vor allemzahlreicher Musiker aus den Anfangszeiten des Blues, die Zuhörer zu unterhalten.

Auch diesmal wieder stand ihm seine bewährte „Crew“ mit ausgezeichneten Sängern und Instrumentalisten zur Seite.

Siggi Fassl, immer gut gelaunt, stets lächelnd und seit langen Jahren als zweiter Gitarrist ander Front, stand diesmal mit vielen Gesangsstücken mit im Vordergrund. „Let the good timesroll“ oder das „Boogie Woogie Country-Girl“, bei denen sich Erik und Siggi ein heiteres „Gesangs- und Gitarrenduell“ lieferten, kamen beim Publikum bestens an. Ungewöhnlich sentimentale Töne mit Anklängen an Country-Music zauberte Siggi zwischenzeitlich mit seiner Lap-Steel-Guitar.

Pianist Charlie Furthner, ebenfalls ein langjähriges Bandmitglied, meisterte bei seinem Boogie-Woogie - Solo souverän auch die schnellsten Klavier-Passagen. Bei der Rock´n´Roll-Nummer „The Crow“ heizte er zusammen mit Siggi Fassl dem Publikum so richtig ein.

Ohne die beiden „Ruhepole“ der Band, Schlagzeuger Didi Mattersberger und Herfried Knapp mit seinem großen Kontrabass, wäre der „Mojo-Sound“ nicht komplett. Sie sorgten unaufdringlich aber mit dem richtigen Fingerspitzengefühl für das perfekte Rhythmus-Fundament. Auch im Gitarren-Kontrabass - Duett mit Erik Trauner zu Beginn des zweiten Sets, konnte Herfried Knapp dies demonstrieren.

Als wäre ein Konzert mit der Mojo Blues Band nicht Höhepunkt genug, nein, es musste noch einer obendrauf gesetzt werden.

Drei Mitglieder von „Tscheky and the Blues Kings“, die als Zuhörer das Konzert aufmerksam verfolgten, ließen sich nicht lange zu einer Session auf die Bühne bitten. Michael „Tscheky“ Sedlatschek und Christoph Voggesser übernahmen jeweils von Erik und Siggi die Gitarren und Pianist Andi Schatz von Charlie Furthner den Platz auf dem Klavierhocker.

Zusammen mit den „Mojos“ spielten sie einen krachenden Rock´n´Roll,so als wären sie schon lange Teil der Band. Das Publikum quittierte dies mit stürmischemApplaus.

Ein großartiger Blues-Abend, der Band und Zuhörer gleichermaßen sehr viel Freude bereitete,ging mit einer letzten Zugabe zu Ende. „Movin´out of Town“, nur bedingt passend, weil am folgenden Abend das zweite Konzert auf dem Programm der Staudacher Musikbühne stand.

Reiner Strasser

Meinung von Gästen:
War wieder eine runde Sache. Die Mojo Blues Band in Hochform, ein Publikum, das von Anfang an mitging, super Atmosphäre.
Dazu noch ein Platz in front of stage!
Wie Du merkst, wir sind immer noch begeistert (ist ja auch meine Lieblingsband in Europa). Dafür hat sich auch die Anreise über 750 km wieder gelohnt!

Barbara und Reinhard Weber aus Gladbeck
Mehr Fotos von den beiden Mojo Blues Band Konzerten findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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