Hier finden sie aktuelle Fotos und Berichte von den letzten drei Konzerten
in Staudach oder auf dem Chiemsee, danach wandern sie auf die jeweilige Künstlerseite.
Mehr Fotos von allen Konzerten findet man auch unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne

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Traunsteiner Tagblatt: 19.4.2017
Text : .*** © Udo Kewitsch, 11.04.17
Fotos : Alex Welte

Herzblutmusiker und ein Stargast
Sauerkirsch begeisterte beim Doppelkonzert im Staudacher Mühlwinkl
Es muss einmal gesagt werden, und in diesem Fall sind deutliche Worte angebracht. Klartext. Man kann es drehen und wenden wie man will. Martin Wilhelm, der Frontmann der berühmten Band Sauerkirsch ist eine – verzeihen Sie mir das übel klingende, aber wohlgemeinte Vokabular - „Rampensau“. Er singt, er spielt, er fabuliert, er scherzt, er steigert sich in seine Rolle(n) rein – mit Leidenschaft und Herzblut. Unglaublich.

So vermag es  nicht zu überraschen, dass die regelmäßig wiederkehrenden, nunmehr schon legendären, Unplugged Konzerte in Staudach Mühlwinkl auch dieses Mal (ohne Werbemaßnahmen) wieder restlos ausverkauft waren. Zwei davon gab es am vergangenen Wochenende.

Zweimal Unplugged, zweimal Show und Entertainment made im Chiemgau. Zweimal große Begeisterung.

Die „Sauerkirschen“ waren vollzählig. Nicht weniger als neun Mann sitzen mittig im Saal. Drei Bläser, ein Klavier, ein Schlagzeug, zwei Gitarren, ein Bass und eben dieser Rampen-Martin. Raus ins Licht, rein ins Gewühl.

Entertainment ist ein großes Wort – hier hat es einen festen Platz.„Maschtei“ Wilhelm ganz groß. Als Moderator, als Kabarettist, als Sänger, als Parodie, als Gitarrist. Aber auch die Band ist nach über drei Jahrzehnten Bühnenerfahrung eine Bank. Josef und Peter Lechner an den goldenen Instrumenten ebenso wie Franz Pichl. Georg Meier und Thomas Gartner an den Gitarren unterstützen sowohl die Bläser als auch das Klavier von Markus Reiter wirkungsvoll. Der richtige Wumm kommt an den Drums von Peter Janotta.

Wenn Sauerkirsch spielt ist es stimmig und über jeden Zweifel erhaben. Die Tatsache, dass die gesamt Band bei so manch gelungenem Joke von Martin Wilhelm herzhaft und schallend lachen kann, zeigt eindrucksvoll, dass hier kein Routineprogramm gespielt, sondern Improvisation groß geschrieben wird. That´s Entertainment.

Die Sauerkirsch Hits sind im Landkreis wohlbekannt. „So lang die Leber lebt“, „Mama hod gsogt“ in der bayrischen Lenny Kravitz Version oder, mein ganz persönlicher Favorit „Mit der Latten auf der Matten“ sind Gassenhauer und sturmerprobt. Es ist die Mischung aus guten bayrischen Texten, eingehenden Kompositionen und erstklassigem Sound, der den Sauerkirsch Wert ausmacht.

Traditionsgemäß wurde nach kurze Pause im zweiten Set dann auch wieder ein Stargast begrüßt. Sorgte in den Vorjahren eine gelungene Parodie von Elvis für stete Heiterkeit war es diesmal kein geringerer als Tom Jones, der sich die Ehre gab. Martin Wilhelm in seiner Paraderolle – sowohl stimmlich als auch charismatisch überzeugte der Musiker auf ganzer Linie.

Chapeau, der kann´s.
Kurzum: Sauerkirsch unpluggeg ist großes Kino, musikalisch als auch kulturell. Herzblut Musiker, toller Sound und eine oversized Show, die man hier im Chiemgau nicht alle Tage sieht. Gehört ins Rampenlicht.

*** © Udo Kewitsch, 11.04.17Zeichen 2856, Zeilen 45***

Hier der Bericht von Reiner Strasser im Marquartsteiner-Staudach-Egerndacher Gemeindeblatt

 

Mehr Fotos von den Sauerkirsch-unplugged Konzerten findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt :
Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

 

Piano-Rockabilly – abwechslungsreich und dynamisch „The Blue Ribbon Four“ auf der Staudacher Musikbühne


Eine reinrassige Rockabilly-Band war bisher eher die Ausnahme auf der Staudacher Musikbühne, die mit ihren Blues- und Boogiekonzerten mittlerweile über Bayern hinaus Bekanntheit erreicht hat.

Mit vier überaus sympathischen Jungs aus der hessischen Rhein-Main Gegend haben die Veranstalter Welte & Janotta ein Trumpf-Ass aus dem Ärmel gezogen und dem erwartungsvollen Publikum präsentiert. Wie ein roter Faden zog sich der Sound von Jerry Lee Lewis durch den Abend, den Sebastian Spethmann, alias „Rockin´ Piano Sam“ mit hämmernden Anschlägen und akrobatischer Beinarbeit auf seinem zum OldStyle-Piano umgebauten Kawai-Keyboard perfekt imitierte. Eine Show-Einlage zum Ende des Konzerts, bei dem er trotz geringer Höhe des Bühnenraumes auf seinem „Klavier“ herumturnte, vervollständigte den Eindruck der wilden „Rockabilly-Ära“ aus dem vergangenen Jahrhundert.

Gitarrist und Sänger Max Bohrmann, mit streng pomadisiertem Haar als Werbefigur des Rockabilly „Flatfood Max“ der optische Mittelpunkt des Quartetts, leitete mit einem alten Hank Williams Song und gefühlvollem Geigenspiel kurzzeitig zur Country Music über. Ein Medley mit „Ghostrider in the sky“ und ein „Honky-Tonk-Boogie“, ließen die Stimmung bei der Band und den Zuhörern beträchtlich ansteigen.

Mit eigenen Kompositionen, wie „Rock me Mama“ oder dem „Coconut Jump“, spielte die Band viele ihrer Songs, die sie vor kurzem auf ihrer brandneuen CD "Let`s Bop Tonight"aufgenommen hatten und hier erstmalig der Öffentlichkeit und exklusiv dem Staudach-Egerndacher Publikum präsentieren durften. Ihre selbst geschriebenen Lieder und Texte brauchten keinen Vergleich mit denen ihrer Vorbilder zu scheuen, der Applaus des Publikums schien dies zu bestätigen. Humorvoll kommentierte „Mr. Iggy“ Florian Schottler hinter seinem Rauschebart die Beiträge seiner Musikerkollegen, mit seinem übermannsgroßen Upright-Bass legte er ein dezentes Bassfundament vor. Mathias Bartels, als „Matt Stix“ der Schlagzeuger der Band und überwiegend unaufdringlich im Background agierend, arbeitete sich zum Ende des Abends langsam nach vorne, um mit seinen Drumsticks einige Takte am mächtigen Korpus des Kontrabasses vorzugeben. Mit ihrer lässigen Art, ihrer Spielfreude und dem richtigen „Rock´n´Roll Feeling“ ernteten die „Blue Ribbon Four“ nicht nur von den Zuhörern grandiosen Applaus, auch die Tanzpaare im Hintergrund des Saales waren von deren Musik absolut begeistert. Es war daher auch nicht verwunderlich, dass lautstark Zugaben gefordert und von der Band auch bereitwillig gespielt wurden.
Mehr Fotos vom The Blue Ribbon FourKonzert findet man auch unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt :
Text : Reiner Strasser ;
Fotos : Alex Welte

Ein breites Spektrum an Boogie- und Zydeco Musik.

Mit der Ludwig Seuss Band in das neue Konzertjahr der Staudacher Musikbühne

Wie die Zeit vergeht, schon wieder sind fast sechs Jahre vergangen, seit die Münchner Ludwig Seuss Band ihr letztes Konzert auf der Staudacher Musikbühne gab.

Mittlerweile zum vierten Mal als Künstler hier im Gasthof Mühlwinkl, hat der Pianist und Akkordeonspieler Ludwig Seuss, der seit den 1980er Jahren Mitglied der immer noch populären Spider Murphy Gang ist, eine Handvoll professioneller Musiker mitgebracht.
In der aktuellen Besetzung steht der hervorragende Gitarrist, Komponist und Filmmusiker Titus Vollmer mit seiner Gibson- oder Slide- Guitar an der Seite des Saxophonisten Eddie Taylor an der Bühnen-Front. Taylor, ein gebürtiger US-Amerikaner aus Virginia, dem der Blues schon mit in die Wiege gelegt wurde und gemeinsam mit der Blues-Legende T-Bone Walker auf Tournee war oder lange Jahre zusammen mit Peter Maffay spielte, fügte sich mit dezentem Saxophonspiel harmonisch in die Band ein.
Die Stimmung im vollbesetzten Saal stieg merklich an, als sich Ludwig Seuss sein rotes Hohner Akkordeon umhängte und mit dem „Cajun-Waltz“ ein Tanzpaar zu einem flotten Walzer animierte.

Abwechslungsreiche ZydecoMusik wie aus den tiefsten Sümpfen Louisianas, oder ein rasender BoogieWoogie auf seinem E-Piano, Seuss wusste um die Wirkung auf das Publikum und erntete zu Recht stürmischen Applaus dafür. Auch Titus Vollmer begeisterte mit seinem raffiniert-virtuosen Gitarrenspiel. Ein langsamer Blues, ein melancholisches „Let´s say goodnight“, leitete in die Pause über. Im zweiten Set dominierten die schnellen, lauten Rhythmen. Der „Boogie-Man“ mit seinem hämmernden Piano, regte die aufmerksamen Zuhörer zu vorsichtigem Kopfnicken und Fingertrommeln an, die „Sea-Cruise“, ein Rock´n´Roll-Klassiker der 1950er Jahre, ließ die einzigen Boogie-Tänzer auf dem knappen Parkett umherwirbeln. Kräftigen Zwischenapplaus gab es für Schlagzeuger Peter Kraus, der mit seiner prägnanten Stimme im Duett mit Seuss, bei einem alten Fats Domino-Song „Let the four winds blow“ ein krachendes Solo einbaute, ebenso wie für Tom Peschel, der mit einem ansonsten unaufdringlichen Bass ein kurzes Solo zum Besten gab.
Ludwig Seuss, der sicherlich zu den bekanntesten bayerischen Zydeco Spielern und Boogie-Pianisten zählt, verabschiedete sich mit seiner Band leider viel zu früh mit einem furiosen Boogie-Woogie, ließ sich aber, angefeuert von anhaltendem Applaus, zu einigen Zugaben überreden. Mit einem „Heimweg-Blues“, wie Seuss ankündigte, äußerte er die Hoffnung, bald wieder einmal zu einem Konzert auf der Staudacher Musikbühne eingeladen zu werden.
Mehr Fotos vom Ludwig Seuss Band Konzert findet man auch unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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