Hier finden sie aktuelle Fotos und Berichte von den letzten drei Konzerten
in Staudach oder auf dem Chiemsee, danach wandern sie auf die jeweilige Künstlerseite.
Mehr Fotos von allen Konzerten findet man auch unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne

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Traunsteiner Tagblatt :
Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

 

Die MOJO BLUES BAND – wieder zweimal live auf der Staudacher Musikbühne

Eigentlich wusste niemand so genau, wie oft die MOJO BLUES BAND bereits ein Gastspielin Staudach-Egerndach gab, mit Ausnahme natürlich von Alexander Welte, der vor genau 22Jahren mit dieser Band die Staudacher Musikbühne begründete.

Vor allem die treuen Fans derBand, sowie ein mittlerweile beachtliches Stammpublikum, drängten sich lange vor Konzertbeginn in den ausverkauften Saal des Gasthof Mühlwinkl. Auch diesmal setzten die Veranstalter Welte & Janotta auf ein Doppelkonzert des Wiener Quintetts.

„Wir spielen was wir wollen, wir haben kein Programm“, verkündete Sänger, Gitarrist und Bluesharpspieler Erik Trauner, der wie kein zweiter deutschsprachiger Musiker so mit demBlues verwurzelt ist.

Immer wieder wusste er, als gut gelaunter Entertainer mit einergehörigen Prise „Wiener Schmäh“, mit neuen Anekdoten über sich, seine Band und vor allemzahlreicher Musiker aus den Anfangszeiten des Blues, die Zuhörer zu unterhalten.

Auch diesmal wieder stand ihm seine bewährte „Crew“ mit ausgezeichneten Sängern und Instrumentalisten zur Seite.

Siggi Fassl, immer gut gelaunt, stets lächelnd und seit langen Jahren als zweiter Gitarrist ander Front, stand diesmal mit vielen Gesangsstücken mit im Vordergrund. „Let the good timesroll“ oder das „Boogie Woogie Country-Girl“, bei denen sich Erik und Siggi ein heiteres „Gesangs- und Gitarrenduell“ lieferten, kamen beim Publikum bestens an. Ungewöhnlich sentimentale Töne mit Anklängen an Country-Music zauberte Siggi zwischenzeitlich mit seiner Lap-Steel-Guitar.

Pianist Charlie Furthner, ebenfalls ein langjähriges Bandmitglied, meisterte bei seinem Boogie-Woogie - Solo souverän auch die schnellsten Klavier-Passagen. Bei der Rock´n´Roll-Nummer „The Crow“ heizte er zusammen mit Siggi Fassl dem Publikum so richtig ein.

Ohne die beiden „Ruhepole“ der Band, Schlagzeuger Didi Mattersberger und Herfried Knapp mit seinem großen Kontrabass, wäre der „Mojo-Sound“ nicht komplett. Sie sorgten unaufdringlich aber mit dem richtigen Fingerspitzengefühl für das perfekte Rhythmus-Fundament. Auch im Gitarren-Kontrabass - Duett mit Erik Trauner zu Beginn des zweiten Sets, konnte Herfried Knapp dies demonstrieren.

Als wäre ein Konzert mit der Mojo Blues Band nicht Höhepunkt genug, nein, es musste noch einer obendrauf gesetzt werden.

Drei Mitglieder von „Tscheky and the Blues Kings“, die als Zuhörer das Konzert aufmerksam verfolgten, ließen sich nicht lange zu einer Session auf die Bühne bitten. Michael „Tscheky“ Sedlatschek und Christoph Voggesser übernahmen jeweils von Erik und Siggi die Gitarren und Pianist Andi Schatz von Charlie Furthner den Platz auf dem Klavierhocker.

Zusammen mit den „Mojos“ spielten sie einen krachenden Rock´n´Roll,so als wären sie schon lange Teil der Band. Das Publikum quittierte dies mit stürmischemApplaus.

Ein großartiger Blues-Abend, der Band und Zuhörer gleichermaßen sehr viel Freude bereitete,ging mit einer letzten Zugabe zu Ende. „Movin´out of Town“, nur bedingt passend, weil am folgenden Abend das zweite Konzert auf dem Programm der Staudacher Musikbühne stand.

Reiner Strasser

Meinung von Gästen:
War wieder eine runde Sache. Die Mojo Blues Band in Hochform, ein Publikum, das von Anfang an mitging, super Atmosphäre.
Dazu noch ein Platz in front of stage!
Wie Du merkst, wir sind immer noch begeistert (ist ja auch meine Lieblingsband in Europa). Dafür hat sich auch die Anreise über 750 km wieder gelohnt!

Barbara und Reinhard Weber aus Gladbeck
Mehr Fotos von den beiden Mojo Blues Band Konzerten findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt:
05.05.2018
Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

Der lange Weg einer Country-Band

„Hillbilly DeLuxe“ erstmals zu Gast auf der Staudacher Musikbühne. Es war eine lange Anreise für die vier Musiker von „Hillbilly DeLuxe“ vom Rhein inden Chiemgau, eine stunden lange Fahrt auf der Autobahn in den Süden der Republik.Dementsprechend passte der „Hillbilly Highway“ ausgezeichnet als Eröffnungs Stück für das erste Country-Konzert im Gasthof Mühlwinkl.

Wirklich, es gab keinen Boogie,keine Blues-Band, keinen Rock´n´Roll, dieses Mal war Country-Musik angesagt. Ausgezeichnet übrigens auch mehrfach mit dem Deutschen Country-Preis als „Banddes Jahres“ und seit ihrer Gründung 2006 europaweit auf verschiedenen Bühnen unterwegs.
„Wir bringen euch Country und Honky-Tonk und so ein Zeug, Countrymusic ist nicht nur Rock´n´Roll mit Cowboyhut“ so ein Zitat von Leadsänger, Gitarrist und Bluesharper Guido Lehmann alias Rufus T. Der warme Klang seiner Gibson-Gitarre, gepaart mit einer leicht rauen, bluesigen Stimme, sowie die akzentuierten Riffs des zweiten Gitarristen Lil` Flo (Florian Stolpe) mit seiner „Les Paul“, bestimmten maßgeblich den Sound von „Hillbilly DeLuxe“.
Viele Eigenproduktionen, sowie einige Hits der Kultband BR5-49 und weiterer Coverversionen bekannter Country Sänger wurden authentisch gespielt.

Ruhig und gelassen, mit dezentem Groove, hing Bassist Rainer Herzam, genannt der „Coalminer“, an seinem Fender-Bass.

Im Hintergrund agierte Drummer Klaus Marner als „KayEm“ mit einem präzisen Schlagwerk, bei Hank Williams Oldie „Jambalaya“ baute er zum Schluss ein kurzes aber knackiges Solo ein.
Guido Lehmann wechselte gelegentlich zu einer Lapsteel-Gitarre, einer flachliegenden so genannten Slide-Guitar, oder er begleitete einige Songs mit seinerBluesharp und sorgte so für mehr für Abwechslung im Programm.

Jenseits jeglicher Lagerfeuer-Romantik rockten sie den Saal, das Publikum war begeistert. Selbst einige unentwegte Linedancer der Grassauer „Country-Rebellen“zogen ihre Reihen synchron übers Parkett. Die Auswahl ihrer Songs war gut gemischt, gefühlvoll wie „Strong like a stallion“ aus ihrer aktuellen Silberscheibe, oder „Lay down Sally“ einem astreinen Bluesklassiker von Eric Clapton.

Zum Schluss der lautstark geforderten Zugaben zeigten die Hillbillies, dass auch Großstadtcowboys aus Köln keine „Hinterwäldler“ sind und ließen es mit einem von „Rockröhre“ Linda Ronstadt publizierten „poor poor pitiful me“ noch einmal ordentlich krachen.

RS

Mehr Fotos vom Hillbilly Deluxe Konzerte findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt :
17.03.2018
Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

Drei Saxophone mit etwas Wiener Schmäh
The Juke Joint Royals auf der Staudacher Musikbühne

Ein internationales Orchester um den Wiener Sänger und Pianospieler Erich Herbst, präsentierte hier im südbayerischen Raum zum ersten Mal ihre Mischung aus Rhythm & Blues und Boogie aus den 1940er und 50er Jahren.
Musik, Bekleidung und Auftreten entsprachen eben dieser Ära, die Damen in hübschen Kleidchen, die Herren im legeren Anzug der Swing-Mode.


Foto Reinhard Dlapa , Schlagzeuger , vielen Dank !!
Besonders die beiden Damen Nina Dvorak und Sarka Benedova mit ihren Tenor-Saxophonen, traten optisch und akustisch hervor und bestimmten mit ihren Instrumenten maßgeblich den Sound der siebenköpfigen Band.
Der dritte Bläser an der Front war Peter Hübl mit seinem Alt-Saxophon, der ebenso wie die beiden Ladys immer wieder mal mit einem leidenschaftlichen Solo begeisterte.
Die „Saiten-Fraktion“ auf der rechten Seite der Bühne, Vanja Hajdukovic am Kontrabass und Gitarrist und Sänger Mathias Schwarz, die beiden Ruhepole der Band, die sich bei ihren Soli aber durchaus ein wenig bemerkbar machten.
Am Schlagzeug verrichtete Reinhard Dlapa sein Werk, versteckt hinter dem
Klavier, dezent im Hintergrund agierend. Gründer und Entertainer der Juke Joint Royals, Erich Herbst, der dieses Klavier bearbeitete, erzählte mit einer Prise „Wiener Schmäh“ gewürzt, manche Anekdote über die Band.

Seit etwa zwei Jahren treten sie in genau dieser Formation zusammen auf Konzerten und Festivals auf.

Ihre erste Musik-CD ist bereits auf dem Markt und fand beim hiesigen Publikum viele Abnehmer.
Mit eigenen Kompositionen wie dem „Fat Cat Boogie“ oder „Big Fine Mama“ brauchten sie keinen Vergleich mit denen ihrer Vorbilder aus Amerika zu scheuen, die Zuhörer bestätigten dies mit ihrem Applaus.
Zu fortgeschrittener Stunde stieg die Lautstärke deutlich an, wurde die Stimmung ausgelassener, die Damen zeigten beim „Jump Jive“ mehr körperlichen Einsatz und Erich Herbst hüpfte auf dem Klavierhocker auf und
ab oder haute gleich im Stehen in die Tasten.

Die Band hatte sichtlich Spaß auf der Bühne, den Zuhörern und Tänzern schien es zu gefallen, forderte lautstark klatschend noch mehr.
Mit einer letzten Zugabe, einem der Bluesklassiker von Robert Johnson aus dem Jahr 1936 „Sweet Home Chicago“, verabschiedeten sich die sieben
Wiener vom Staudach-Egerndacher Publikum.

Mehr Fotos vom Juke Joint Royals Konzerte findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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