Hier finden sie aktuelle Fotos und Berichte von den letzten drei Konzerten
in Staudach oder auf dem Chiemsee, danach wandern sie auf die jeweilige Künstlerseite.
Mehr Fotos von allen Konzerten findet man auch unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne

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Traunsteiner Tagblatt : 1.2.2019
Text : Reioner Strasser
Fotos: Alex Welte

Boogie-Woogie mit dem „Daniel Ecklbauer Trio“ mit einem Über- raschungs Gast auf der Staudacher Musikbühne

Eine Musik-Stilrichtung, die in den 1920er Jahren in den USA entstanden ist und Mitte der 1950er Jahre auch in Europa und Deutschland begeisterte Anhänger fand, diese Musik ist heute aktueller denn je. So haben sich seit vielen Jahren unzählige Musiker im deutschsprachigen Raum dieser mitreißenden Musik gewidmet, die spontan zum Tanzen anregt.
Einer dieser Künstler, Daniel Ecklbauer (Piano und Gesang) aus unserem Nachbarland Österreich, hat sich mit Leib und Seele dem Boogie-Woogie verschrieben. Sein Pianospiel, dynamisch und dominierend, ließen das Schlagwerk von Silvio Berger und den dezenten Kontrabass von Peter Strutzenberger nur als Begleitung zu.

Die Altmeister des Boogie-Woogie, Albert Ammons, Pinetop Smith, Meade Lux Lewis und Pete Johnson, um nur einige zu nennen, sind die musikalischen Vorbilder von Daniel Ecklbauer.
Auch Anleihen am Chicago-Blues sind ihm nicht fremd, wie er mit seinem „I´m a Bad Boy“ demonstrierte oder den „Blue Suede Shoes“, einem Rock´n´Roll-Klassiker von Carl Perkins.

Als Überraschungsgast kündigte Ecklbauer eine junge Künstlerin aus Tirol an, die, wie er augenzwinkernd eingestand, „in wenigen Jahren das geschafft hat, wozu er fünfundzwanzig Jahre gebraucht hat“.
Katharina „Kathi“ Alber, der die Musik bereits mit in die Wiege gelegt wurde und mit fünf Jahren klassischen Klavierunterricht an der Musikschule bekam, organisiert seit einigen Jahren ihr eigenes Boogie-Festival. Ihre Liebe zum Boogie-Woogie wurde vor allem als Enkelin des Innsbrucker Jazzpianisten Artur Rogger geweckt.
So nahm sie kurzerhand auf dem angebotenen Klavierhocker Platz und trieb einige Boogie-Woogie-Klassiker kraftvoll durch den Saal des Gasthofs Mühlwinkl. Viel Applaus gab es dann, als sie gemeinsam mit Daniel Ecklbauer vierhändig das E-Piano bearbeiteten.
Mit „Hello Josephine“ in einer „Spezial-Boogie-Version“ mit eingebautem E-BassSolo von Peter Strutzenberger und „Whole Lotta Shakin’ Goin’ On“ von Jerry Lee Lewis, wurde im zweiten Set gleich einmal die Taktfrequenz erhöht.

Viele Paare ließen sich davon ermutigen und versuchten mehr oder weniger gekonnt, die Musik in tanzbare Bewegungen umzusetzen. Die Stimmung erreichte hier gegen Ende des erfreulich langen Konzerts den Höhepunkt.
Wie nicht anders zu erwarten, forderte das begeisterte Publikum mehrere Zugaben, die wunschgemäß prompt erfüllt wurden. Daniel Ecklbauer bat daher Kathi Alber noch einmal auf die Bühne.
„Die Tasten gehören ausgenutzt, darum spielen wir wieder vierhändig“, so sein Kommentar und damit verabschiedeten sich die beiden mit Silvio Berger und Peter Strutzenberger bestens gelaunt vom Staudacher Publikum.
Mehr Fotos vom Daniel Ecklbauer Trio & Kathi Alber Konzerten findet man unter Google :
Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt :
Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

 

Die MOJO BLUES BAND – wieder zweimal live auf der Staudacher Musikbühne

Eigentlich wusste niemand so genau, wie oft die MOJO BLUES BAND bereits ein Gastspielin Staudach-Egerndach gab, mit Ausnahme natürlich von Alexander Welte, der vor genau 22Jahren mit dieser Band die Staudacher Musikbühne begründete.

Vor allem die treuen Fans derBand, sowie ein mittlerweile beachtliches Stammpublikum, drängten sich lange vor Konzertbeginn in den ausverkauften Saal des Gasthof Mühlwinkl. Auch diesmal setzten die Veranstalter Welte & Janotta auf ein Doppelkonzert des Wiener Quintetts.

„Wir spielen was wir wollen, wir haben kein Programm“, verkündete Sänger, Gitarrist und Bluesharpspieler Erik Trauner, der wie kein zweiter deutschsprachiger Musiker so mit demBlues verwurzelt ist.

Immer wieder wusste er, als gut gelaunter Entertainer mit einergehörigen Prise „Wiener Schmäh“, mit neuen Anekdoten über sich, seine Band und vor allemzahlreicher Musiker aus den Anfangszeiten des Blues, die Zuhörer zu unterhalten.

Auch diesmal wieder stand ihm seine bewährte „Crew“ mit ausgezeichneten Sängern und Instrumentalisten zur Seite.

Siggi Fassl, immer gut gelaunt, stets lächelnd und seit langen Jahren als zweiter Gitarrist ander Front, stand diesmal mit vielen Gesangsstücken mit im Vordergrund. „Let the good timesroll“ oder das „Boogie Woogie Country-Girl“, bei denen sich Erik und Siggi ein heiteres „Gesangs- und Gitarrenduell“ lieferten, kamen beim Publikum bestens an. Ungewöhnlich sentimentale Töne mit Anklängen an Country-Music zauberte Siggi zwischenzeitlich mit seiner Lap-Steel-Guitar.

Pianist Charlie Furthner, ebenfalls ein langjähriges Bandmitglied, meisterte bei seinem Boogie-Woogie - Solo souverän auch die schnellsten Klavier-Passagen. Bei der Rock´n´Roll-Nummer „The Crow“ heizte er zusammen mit Siggi Fassl dem Publikum so richtig ein.

Ohne die beiden „Ruhepole“ der Band, Schlagzeuger Didi Mattersberger und Herfried Knapp mit seinem großen Kontrabass, wäre der „Mojo-Sound“ nicht komplett. Sie sorgten unaufdringlich aber mit dem richtigen Fingerspitzengefühl für das perfekte Rhythmus-Fundament. Auch im Gitarren-Kontrabass - Duett mit Erik Trauner zu Beginn des zweiten Sets, konnte Herfried Knapp dies demonstrieren.

Als wäre ein Konzert mit der Mojo Blues Band nicht Höhepunkt genug, nein, es musste noch einer obendrauf gesetzt werden.

Drei Mitglieder von „Tscheky and the Blues Kings“, die als Zuhörer das Konzert aufmerksam verfolgten, ließen sich nicht lange zu einer Session auf die Bühne bitten. Michael „Tscheky“ Sedlatschek und Christoph Voggesser übernahmen jeweils von Erik und Siggi die Gitarren und Pianist Andi Schatz von Charlie Furthner den Platz auf dem Klavierhocker.

Zusammen mit den „Mojos“ spielten sie einen krachenden Rock´n´Roll,so als wären sie schon lange Teil der Band. Das Publikum quittierte dies mit stürmischemApplaus.

Ein großartiger Blues-Abend, der Band und Zuhörer gleichermaßen sehr viel Freude bereitete,ging mit einer letzten Zugabe zu Ende. „Movin´out of Town“, nur bedingt passend, weil am folgenden Abend das zweite Konzert auf dem Programm der Staudacher Musikbühne stand.

Reiner Strasser

Meinung von Gästen:
War wieder eine runde Sache. Die Mojo Blues Band in Hochform, ein Publikum, das von Anfang an mitging, super Atmosphäre.
Dazu noch ein Platz in front of stage!
Wie Du merkst, wir sind immer noch begeistert (ist ja auch meine Lieblingsband in Europa). Dafür hat sich auch die Anreise über 750 km wieder gelohnt!

Barbara und Reinhard Weber aus Gladbeck
Mehr Fotos von den beiden Mojo Blues Band Konzerten findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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Traunsteiner Tagblatt:
05.05.2018
Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

Der lange Weg einer Country-Band

„Hillbilly DeLuxe“ erstmals zu Gast auf der Staudacher Musikbühne. Es war eine lange Anreise für die vier Musiker von „Hillbilly DeLuxe“ vom Rhein inden Chiemgau, eine stunden lange Fahrt auf der Autobahn in den Süden der Republik.Dementsprechend passte der „Hillbilly Highway“ ausgezeichnet als Eröffnungs Stück für das erste Country-Konzert im Gasthof Mühlwinkl.

Wirklich, es gab keinen Boogie,keine Blues-Band, keinen Rock´n´Roll, dieses Mal war Country-Musik angesagt. Ausgezeichnet übrigens auch mehrfach mit dem Deutschen Country-Preis als „Banddes Jahres“ und seit ihrer Gründung 2006 europaweit auf verschiedenen Bühnen unterwegs.
„Wir bringen euch Country und Honky-Tonk und so ein Zeug, Countrymusic ist nicht nur Rock´n´Roll mit Cowboyhut“ so ein Zitat von Leadsänger, Gitarrist und Bluesharper Guido Lehmann alias Rufus T. Der warme Klang seiner Gibson-Gitarre, gepaart mit einer leicht rauen, bluesigen Stimme, sowie die akzentuierten Riffs des zweiten Gitarristen Lil` Flo (Florian Stolpe) mit seiner „Les Paul“, bestimmten maßgeblich den Sound von „Hillbilly DeLuxe“.
Viele Eigenproduktionen, sowie einige Hits der Kultband BR5-49 und weiterer Coverversionen bekannter Country Sänger wurden authentisch gespielt.

Ruhig und gelassen, mit dezentem Groove, hing Bassist Rainer Herzam, genannt der „Coalminer“, an seinem Fender-Bass.

Im Hintergrund agierte Drummer Klaus Marner als „KayEm“ mit einem präzisen Schlagwerk, bei Hank Williams Oldie „Jambalaya“ baute er zum Schluss ein kurzes aber knackiges Solo ein.
Guido Lehmann wechselte gelegentlich zu einer Lapsteel-Gitarre, einer flachliegenden so genannten Slide-Guitar, oder er begleitete einige Songs mit seinerBluesharp und sorgte so für mehr für Abwechslung im Programm.

Jenseits jeglicher Lagerfeuer-Romantik rockten sie den Saal, das Publikum war begeistert. Selbst einige unentwegte Linedancer der Grassauer „Country-Rebellen“zogen ihre Reihen synchron übers Parkett. Die Auswahl ihrer Songs war gut gemischt, gefühlvoll wie „Strong like a stallion“ aus ihrer aktuellen Silberscheibe, oder „Lay down Sally“ einem astreinen Bluesklassiker von Eric Clapton.

Zum Schluss der lautstark geforderten Zugaben zeigten die Hillbillies, dass auch Großstadtcowboys aus Köln keine „Hinterwäldler“ sind und ließen es mit einem von „Rockröhre“ Linda Ronstadt publizierten „poor poor pitiful me“ noch einmal ordentlich krachen.

RS

Mehr Fotos vom Hillbilly Deluxe Konzerte findet man unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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