Hier finden sie aktuelle Fotos und Berichte von den letzten drei Konzerten
in Staudach oder auf dem Chiemsee, danach wandern sie auf die jeweilige Künstlerseite.
Mehr Fotos von allen Konzerten findet man auch unter Google : Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne

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Traunsteiner Tagblatt:11.05.2019
Text : Reiner Strasser
Fotos : Alex Welte

Voi Bratzad im Mühlwinkl
Die Achentaler Kultband Sauerkirsch begeistert "unplugged" auf der Staudacher Musikbühne

Seit im Jahr 2007 Sauerkirsch, die Kultband aus dem Achental, im Gasthaus Mühlwinkl ihr erstes "Unplugged"-Konzert aufführte, wiederholten sich diese mittlerweile als Doppelkonzerte angekündigten Veranstaltungen inmitten des Publikums im zweijährigen Rhythmus.

Auch diesmal waren beide Konzerte schon Wochen vorher ausverkauft. Ihr diesjähriges Programm "Voi bratzad" verhieß wieder jede Menge Rhythm & Blues, vermengt mit Polka- und Walzertakten, gefühlvollen Balladen und den schon legendären Geschichten über die Band, alles natürlich in bayerischer Mundart.

Der „Fahrplan“ eines jeden Konzerts lief wie gewohnt ab: zu Beginn wurden viele Lieder aus eigener Feder gespielt, wie den „Massa Toni“, ein Lied aus jenen Zeiten, als in Reit im Winkl während des Winters jeder, der einigermaßen Ski fahren konnte, als Skilehrer die Damenwelt beglückte, so eine Ansage von Frontmann Martin Wilhelm. Der „Maschtei“ wie er allgemein genannt wird, würzte jeden Song vorher ausführlich mit humorigen Anekdoten. Thomas Gartner (Gartei) an der RhythmusGitarre, Schorsch Meier (Gitarre), Peter Janotta am Schlagzeug, Peter Lechner der Zweite (Bass und Tuba), die Bläser-Fraktion mit Peter Lechner (Saxophon) Franz Pichl (Saxophon) und Josef Lechner (Trompete) sowie dem Pianisten und Akkordeonspieler Markus Reiter, sorgten auch ohne zusätzliche Verstärkung für den typischen Sauerkirsch-Sound.

Wer aber diesmal als „Special-Guest“ erscheinen würde, blieb bis nach der Pause zum zweiten Set ein wohlgehütetes Geheimnis. Nach „Gastauftritten“ von „Elvis“ oder „Tom Jones“ bei vergangenen Sauerkirsch-Konzerten, regelmäßig parodiert und imitiert vom „Maschtei“, musste selbstverständlich auch dieses Mal wieder ein prominenter Musiker auftreten.

In John Lennon´s grün-metallisch glänzender und goldbetresster Fantasie-Uniform aus der „Seargent Pepper-Ära“ der Beatles ließ er deren unvergessene „Yellow Submarine“ aufleben und mit einem in „koa Trompeter“ umgetexteten „Come together“ trieb er seine Zuhörer zu lebhaften Applaus an.

"Das gelbe Haus" oder "So was stinkt ma", seit fast vier Jahrzehnten von keinem Sauerkirsch-Konzert mehr wegzudenken, waren neben "Rettet Snoopy" der bayerischen Brathendl-Version von „Hang on Sloopy“, einem 1960er-Oldie der McCoys, wieder die Publikumslieblinge.

Sichtlich zufrieden mit der Begeisterung im Saal und dem Ruf nach Zugaben, verabschiedeten sich die „Sauerkirschen“ mit dem Tom Jones-Klassiker „Delilah“ von der Staudacher Musikbühne.

Reiner Strasser

Fotos vom Samstag von Alex Welte ...HIER
Bericht Sauerkirsch - Unplugged 2019 von Kathrin Berschl HIER

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Traunsteiner Tagblatt: 13.4.2019
Text: Reiner Strasser
Fotos: Alex Welte
Einer der Besten Bluesharpspieler der Insel
Paul Lamb and the King Snakes heizten dem Publikum der Staudacher Musikbühne mächtig ein.

Eigentlich begann das Konzert im vollbesetzten Saal des Gasthaus Mühlwinkl ungewöhnlich ruhig. Mit der Mundharmonika einen gemächlichen Blues anstimmend, drängte sich der englische Sänger und Bluesharpspieler Paul Lamb durch die Stuhlreihen der Zuhörer vor zur Bühne.

Dort kamen nach und nach Chad Strentz (Gesang und Gitarre), Ryan Lamb (Gitarre), Bassist Rod Demick und Schlagzeuger Mike Thorne hinzu, um mit einem furiosen Crescendo dieses Stück zu beenden.

Paul Lamb erzählte aus seiner englischen Heimat Newcastle, wo sein nachfolgend angekündigter Song „Hole in the Wall“ entstand. Bei diesem Stück gab´s für die Zuhörer ordentlich was auf die Ohren. Selbst bei der eher gemäßigten Soul-Nummer „Hold on me“ vertrieb der dröhnende Sound einige der Gäste von den vorderen Sitzplätzen.

Ihrer Professionalität war es sicherlich geschuldet, dass die Band indessen ihr Konzert programmgemäß weiterführte.

Trotz allem gilt Paul Lamb als einer der besten Bluesharpspieler Großbritanniens. Dies bewies er auch eindrucksvoll im zweiten Set, nach dem die Verstärkeranlage und jetzt vor allem auch die Verstärker der Musiker auf der Bühne, auf moderates Niveau abgestimmt war.

Bei seinem Solo blies er die Harp, zugleich konnte er nebenbei in kurzen Sequenzen noch dazu singen. Dieses „Kunststück“ dürften wohl nur wenige Musiker mit einer Mundharmonika beherrschen. In knapp vier Jahrzehnten seiner Karriere wurde er für seine Werke mit unzähligen Preisen und Auszeichnungen dekoriert, produzierte eine enorme Anzahl an Alben in seinem typischen Mix aus amerikanischem Chicago-Blues, Rhythm & Blues und britischen Blues-Rock. Seine musikalischen Erfolge sind in der London „Hall of Fame“ verzeichnet.

Paul Lamb´s langjähriger Begleiter Chad Strentz gab mit seiner bemerkenswerten Stimme dem eindringlich gespielten Blues-Klassiker von Guitar Slim „Things that I used to do“ seinen eigenen, gewichtigen Charakter.

Das angenehm dezente Schlagwerk von Mike Thorne sowie der unaufdringliche Bass von Rod Demick ließen das Publikum wieder versöhnlich applaudieren.

Als gegen Ende des Konzerts dann Paul mit der Harp wieder durch den Saal zog, begleitet mit teilweisen Improvisationen von Sohn Ryan an der Gitarre, waren die Zuhörer wieder vollauf zufrieden. Nach dem knapp zweistündigen Auftritt verabschiedeten sich Paul Lamb & The King Snakes mit einer letzten Zugabe, einem Bluesharp-Solo, von der Staudacher Musikbühne.

RS

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Traunsteiner Tagblatt : 1.2.2019
Text : Reioner Strasser
Fotos: Alex Welte

Boogie-Woogie mit dem „Daniel Ecklbauer Trio“ mit einem Über- raschungs Gast auf der Staudacher Musikbühne

Eine Musik-Stilrichtung, die in den 1920er Jahren in den USA entstanden ist und Mitte der 1950er Jahre auch in Europa und Deutschland begeisterte Anhänger fand, diese Musik ist heute aktueller denn je. So haben sich seit vielen Jahren unzählige Musiker im deutschsprachigen Raum dieser mitreißenden Musik gewidmet, die spontan zum Tanzen anregt.
Einer dieser Künstler, Daniel Ecklbauer (Piano und Gesang) aus unserem Nachbarland Österreich, hat sich mit Leib und Seele dem Boogie-Woogie verschrieben. Sein Pianospiel, dynamisch und dominierend, ließen das Schlagwerk von Silvio Berger und den dezenten Kontrabass von Peter Strutzenberger nur als Begleitung zu.

Die Altmeister des Boogie-Woogie, Albert Ammons, Pinetop Smith, Meade Lux Lewis und Pete Johnson, um nur einige zu nennen, sind die musikalischen Vorbilder von Daniel Ecklbauer.
Auch Anleihen am Chicago-Blues sind ihm nicht fremd, wie er mit seinem „I´m a Bad Boy“ demonstrierte oder den „Blue Suede Shoes“, einem Rock´n´Roll-Klassiker von Carl Perkins.

Als Überraschungsgast kündigte Ecklbauer eine junge Künstlerin aus Tirol an, die, wie er augenzwinkernd eingestand, „in wenigen Jahren das geschafft hat, wozu er fünfundzwanzig Jahre gebraucht hat“.
Katharina „Kathi“ Alber, der die Musik bereits mit in die Wiege gelegt wurde und mit fünf Jahren klassischen Klavierunterricht an der Musikschule bekam, organisiert seit einigen Jahren ihr eigenes Boogie-Festival. Ihre Liebe zum Boogie-Woogie wurde vor allem als Enkelin des Innsbrucker Jazzpianisten Artur Rogger geweckt.
So nahm sie kurzerhand auf dem angebotenen Klavierhocker Platz und trieb einige Boogie-Woogie-Klassiker kraftvoll durch den Saal des Gasthofs Mühlwinkl. Viel Applaus gab es dann, als sie gemeinsam mit Daniel Ecklbauer vierhändig das E-Piano bearbeiteten.
Mit „Hello Josephine“ in einer „Spezial-Boogie-Version“ mit eingebautem E-BassSolo von Peter Strutzenberger und „Whole Lotta Shakin’ Goin’ On“ von Jerry Lee Lewis, wurde im zweiten Set gleich einmal die Taktfrequenz erhöht.

Viele Paare ließen sich davon ermutigen und versuchten mehr oder weniger gekonnt, die Musik in tanzbare Bewegungen umzusetzen. Die Stimmung erreichte hier gegen Ende des erfreulich langen Konzerts den Höhepunkt.
Wie nicht anders zu erwarten, forderte das begeisterte Publikum mehrere Zugaben, die wunschgemäß prompt erfüllt wurden. Daniel Ecklbauer bat daher Kathi Alber noch einmal auf die Bühne.
„Die Tasten gehören ausgenutzt, darum spielen wir wieder vierhändig“, so sein Kommentar und damit verabschiedeten sich die beiden mit Silvio Berger und Peter Strutzenberger bestens gelaunt vom Staudacher Publikum.
Mehr Fotos vom Daniel Ecklbauer Trio & Kathi Alber Konzerten findet man unter Google :
Fotoimpressionen von der Staudacher Musikbühne
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